Meine Reise begann mit einer Diagnose – und führte zu dem, was ich heute tue
Meine ganze Reise zu dem, was ich heute mache, begann, als bei meinem Sohn das Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde. Ich suchte nach Wegen, ihm zu helfen – und auch mir selbst.
Manchmal fällt es mir schwer auszudrücken, wie dankbar ich bin, dass der Schöpfer mir eine Richtung gezeigt hat – nicht nur für andere Menschen, sondern auch für mich selbst und meinen Sohn.
Ich erinnere mich an einen besonderen Tag, als mein Sohn aus der Schule nach Hause kam. Er war sichtlich aufgewühlt und begann zu weinen. Es gab eine Situation mit Mitschülern, die ihn völlig aus der Bahn geworfen hatte, und dazu hatte er noch eine schlechte Note in einem Diktat bekommen.
Er sagte:
„Mama, warum, warum ist das Schulsystem so schlecht? Warum bringt man uns nicht die richtigen Dinge bei – wie man mit Menschen umgeht, was man in bestimmten Situationen tun soll, wie man Gefühle ausdrückt und mit Emotionen umgeht?“
Es machte mich traurig zu sehen, wie sehr ihn diese Situation belastete und wie viele seiner Mitschüler scheinbar nicht lernen, mit sich und anderen umzugehen.
Wir sprachen, arbeiteten mit den Emotionen, und ich ließ ihn fühlen, was er gerade fühlte. Nach einer Weile beruhigte er sich und sagte:
„Mama, danke, dass du immer für mich da bist und mir hilfst. Ich wüsste gern, wie viele Eltern sich so viel Zeit für ihre Kinder nehmen, sich einfühlen und helfen. Ich bin dir sehr dankbar.“
Dann wechselten wir das Thema zu seinen Visionen und Wünschen, zu seiner Berufung. Er erkannte, dass alles, was er durchmachen muss, ihn lehrt, anderen Kindern zu helfen.
Das Gespräch endete mit den Worten:
„Mama, alles geschieht aus einem Grund. Ich weiß es, und ich werde alle Schwierigkeiten überwinden. Danke, dass du da bist.“
Während er sprach, stiegen mir die Tränen in die Augen, und mein Herz war voller Dankbarkeit.
Heute ist seine Diagnose offiziell als inaktiv eingestuft – nach mehr als zehn Jahren Arbeit mit ihm und an mir selbst. Heute lebt er seine Vision und verfolgt seine Träume: Er lernt als Erzieher und ist zudem Fußballschiedsrichter.
Heute kann ich genau sagen: Alles, was im Leben eines Menschen passiert, hat seinen Grund.
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Ja liebe Karolina so ist es. Ich freue mich sehr dass du einen guten Weg finden dürftest und darfst. Viel Spaß bei deiner Arbeit. Liebe Grüsse